Unterschied RFID und NFC - Eine kurze Erklärung

Unterschied RFID und NFC - Eine kurze Erklärung

Im Rahmen eines aktuellen Projektes beschäftige ich mich mit neuen Technologien, wo auch NFC und RFID Chips zur Sprache kamen, doch wo genau liegt eigentlich der Unterschied zwischen diesen Technologien und wann setze ich als Unternehmen was ein?

Hinweis: Summary am Ende

Kurze Einführung der Technologie:

Die Grundidee besteht darin Informationen kabellos zu übertragen, dafür muss mindestens ein Teil der kommunizierenden Geräte aktiv sein, also die Kommunikation anregen. Der andere Teil kann ein Chip sein, der ledigllich antwortet und damit auch ohne Stromversorgung funktioniert. Dieser passive Teil wird auch Transponder oder umgangsprachlich "Funketikette" genannt.

RFID

Dies funktioniert über Radiowellen, was der Name  "radio-frequency identification" (RFID) bereits vermuten lässt. Vielmehr sagt die Bezeichnung RFID allerdings nicht aus, da es ein sehr breites Angebot an verschiedenen Chips und Lesegeräten gibt. Im wesentlichen unterscheiden sich die Techniken durch Speicherkapazität, Herstellverfahren, Kosten, Frequenzbereich und durch die Reichweite.

Was ist nun NFC?

Near-Field-Communication oder auf Deutsch "Nahfeldkopplung", basiert auf der RFID Technologie und zeichnet sich durch ein spezielles Kopplungsverfahren aus, dass auf gesonderte Frequenzbereich genormt ist (135 kHz; 13,56 MHz nach ISO 18000-2, -3; 22536).

Das muss man sich ähnlich wie beim Radioempfang im Auto vorstellen: Einigt man sich auf ein Frequenzband können Radiosender und Autofahrer kommunizieren, diese Normierung ist zunächst für NFC getroffen. 

Dies macht ebenfalls eine aktiv-aktiv Kommunikation zwischen zwei Möglich, zum Beispiel zwischen der Kasse im Supermarkt und dem NFC-Handy. Nun ist ein sogenannter "Handshake" möglich, der eine sichere Verbindung herstellt und zum Beispiel eine Zahlungsabwicklung durchführt. Die Möglichkeit der RFID Technik wurden damit, um sicherheitsrelevante Abwicklungen ergänzt. Entsprechend ist auch nur eine sehr kurze Distanz für die Technologie gewünscht: Laut Norm. max. 10 cm.

NFC ist also eine Spezialisierung der RFID-Technik, die speziell der sicherheitsrelevanten Kommunikation auf kurze Entfernung dient.

Zusammenfassung ("Executive Summary")

NFC ist also eine Erweiterung bzw. Spezialisierung der RFID Technik, die sich auf kurze Strecken (max.10cm) und sichere Datenübertragung spezialisiert hat. Wo immer Sicherheit eine Rolle spielt, ist also NFC ihre Technologie. 

Interessant ist dabei auch, dass Handys in Zukunft mit NFC Lesegeräten ausgetattet sind.

 

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Peter Hochreiter schrieb:

Hallo Herr Fakir,
vielen Dank für den Beitrag, mich würde auch noch interessieren, was denn der Unterschied zwischen NFC und Mifare ist?

Könnten Sie dazu noch etwas ergänzen?

Vielen Dank

Hochreiter

Aceprox schrieb:

Hallo Herr Hochreiter und alle die das auch interessiert,
es gibt keinen Unterschied. Es handelt sich um zwei völlig unterschiedlliche Dinge. Mifare ist die Transponder Chipplattform von NXP und NFC eine Anwendung die damit möglich ist.

Gruß, O. Förster - Aceprox GmbH

Klaus Jacobi schrieb:

Kann man mit kontaktlosen NFC-Lesegeräten (z.B. für den neuen Personalausweis) auch noch die etwas älteren RFID-Chips auslesen? Auf welche ISO oder DIN Eigenschaften müsste ich achten, um ein solches Kombi-Gerät zu bekommen?

Vielen Dank für Ihre bisherigen Ausführungen.

Andreas Gundelach schrieb:

Nach unserer Erfahrung geht das nicht (unbedingt).

Haben hier einige RFID-Chips aus einem Testcase auf die zumindest das GalaxyS3 mit dem NFC-Akku nicht reagiert. Das liegt wahrscheinlich an abweichenden Frequenzen.

info@tec-tus.de schrieb:

NFC ist eine Untermenge von RFID, und arbeitet mit HF 13,56 MHz Betriebsfrequenz. LF 125 kHz gehört nicht zu NFC. Hauptsächlich für e-payment entworfen, sind industrielle RFID / NFC A Sendungen prädestiniert.

Inco schrieb:

Kann ich grundsätzlich neue Personalausweise (RFID) mit neuen NFC-fähigen Smartphones oder NFC-fähigen Notebooks auslesen?

Simon Fakir schrieb:

Das rudimentäre Auslesen des Chips ist möglich. Allerdings liegen die Daten verschlüsselt vor, insofern sind die Rohdaten nicht zu lesen. Eine Entschlüsselung ist gesetzlich untersagt. 

Vorteil: Die verschlüsselten Daten des eErsonalausweises sind so eindeutig, dass sie durchaus für eine Authentifizierung mittels Personalausweis ausreichen.

Der CCC (Choas Computer Club) hat gezeigt, dass das Auslesen und Entschlüsseln mit "Standard-Hardware" möglich ist.

Grüße

Simon Fakir

 

 

 

Ellie Zheng schrieb:

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